Fachbeiträge

Vorsorgeaufwendungen nur beschränkt abzugsfähig!

Private Risiko-, Unfall-, Haftpflicht- oder Kapitallebensversicherungen (vor 2005) gehören zu den steuerlichen Sonderausgaben. Ihr Abzug ist aber nur beschränkt oder überhaupt nicht möglich.

Der Gesetzgeber ist der Verpflichtung, Kranken- und Pflegeversicherungen steuerfrei zu stellen, nachgekommen. Übersteigen aber die abziehbaren Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge vorgenannte Vorsorgeaufwendungen, entfällt für diese die Abzugsfähigkeit. Der BFH hat die hierzu bestehende gesetzliche Regelung am 09.09.2015 (X R 5/13) bestätigt und einen Verfassungsstoß verneint.

Unser HP-Tipp zur Gestaltung:

Durch eine Vorauszahlung der Krankenversicherungsbeiträge (denkbar bei privat oder freiwillig Krankenversicherten) für max. 2,5 Jahre kann der steuerliche Sonderausgabenabzug vorgezogen werden. Wegen der danach fehlenden KV-Abzüge werden die sonstigen Vorsorgeaufwendungen zum Abzug “freigelegt“. Wir hatten das Model in unserer Veranstaltung am 02.12. d.J. vorgestelt; ein HP-Reader kann gerne angefordert werden.