Fachbeiträge

Umsatzsteuer / Sachspenden

Sachspenden unterliegen grundsätzlich der Umsatzsteuer. Bemessungsgrundlage sind dabei nicht die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten sondern der fiktive Einkaufspreise im Zeitpunkt der Spende.

Die gesetzliche Grundlage, §10 Abs. 4 UStG, wird im Umsatzsteuer-Anwendungserlass (UStAE, hier Abschnitt 10.6) weiter erläutert. Aktuell führt die Oberfinanzdirektion Niedersachsen (OFD) aus: 

Spendet ein Unternehmer Waren, die nicht mehr verkäuflich sind, wird sich der Wert naturgemäß gegen € 0 orientieren. Solche Waren sind z.B. Lebensmittel kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums oder Frischwaren, wie Obst und Gemüse mit Mängeln oder Artikel des Non-Food-Bereiches mit falscher Etikettierung oder unzureichender Befüllung.

HP- Hinweis:

Die Abgabe nicht mehr verkäuflicher Ware hatte vor einigen Jahren in Zusammenhang mit der Abgabe liegengebliebener Backwarenartikel an Tafeln für Aufregung gesorgt. Die Ausführungen im UStAE und Verfügung der OFD vom 22.12.2015 können aber auch außerhalb des "klassischen" Food-Bereichs weiterhelfen.