Fachbeiträge

Schuldzinsen / Kapitalerträge

Nach einem rechtskräftigen Urteil des Finanzgerichtes München (15.10.2014 – 1 K 1006/14) können entstandene Schuldzinsen zur Finanzierung einer Steuernachzahlung auch dann nicht als Werbungskosten berücksichtigt werden, wenn ein Rechtsbehelf gegen den betreffenden Steuerbescheid Erfolg hatte und neben erfolgter Steuerrückerstattung auch steuerpflichtige Erstattungszinsen bezogen werden.

Die Verzinsung von Steuernachforderungen und Steuererstattungen erfolgt in der Regel 15 Monate nach Ablauf des Kalenderjahres in dem die Steuer entstanden ist. Der Zinssatz beträgt 0,5% für den vollen Monat, vereinfacht 6% p.a. 

HP-Hinweis:

Insbesondere bei zeitaufwendigen Rechtsbehelfsverfahren (z.B. nach Betriebsprüfungen) bietet sich an, den strittigen Steuerbetrag zu zahlen. Ansonsten: wird einem Aussetzungsantrag entsprochen so dass eine Zahlung zunächst unterbleiben kann, der Steuerpflichtigen im Verfahren dann aber unterliegt, wird es neben den Steuernachzahlungen zu erheblichen Zinsnachforderungen kommen.