Fachbeiträge

Geschenke / Steuerübernahme

Die mögliche Versteuerung eines Geschenkes beim Empfänger kann durch Antrag auf Pauschalbesteuerung (30%) durch den Schenker verhindert werden. Und wenn der Schenker seinen, vielleicht vorzeitigen Antrag, noch einmal überdenken möchte?

Ob Mitarbeiter, Kunden oder Geschäftsfreunde, der Schenker kann die Steuer beim Empfänger mit 30% (zzgl. Soli und ggf. Kirchensteuer) übernehmen. Diese Möglichkeit besteht seit 2007 (§ 37b EStG). Aber wenn sich später herausstellt, dass der Empfänger mit dem Geschenk gar nicht steuerpflichtig wurde, z.B. als Privatperson keine steuerpflichtigen Einkünfte bezieht? 

Laut Finanzverwaltung kann die Entscheidung zur Anwendung der Pauschbesteuerung nicht zurückgenommen werden. Dem hat der BFH widersprochen: das nach § 37 b EStG eingeräumte Wahlrecht ist widerruflich, solange die Lohnsteueranmeldung noch nicht bestandskräftig ist (4 Jahre). Eine formlose Erklärung reicht nicht aus. Der Widerruf muss durch eine korrigierte Anmeldung erfolgen.