Arbeitslohn von dritter Seite?

Ein solcher liegt nur vor, wenn der Dritte für eine Arbeitsleistung zahlt, die der Mitarbeiter für seinen Arbeitgeber erbringt.

Die Angestellte eines Reisebüros erhielt einen erheblichen Rabatt zu einer Hochseekreuzfahrt vom Reiseveranstalter (Dritter). Das Finanzgericht Düsseldorf (Az. 5 K 2504/14) entschied:
der Preisvorteil erfolgte ohne konkrete Gegenleistung und diente lediglich dazu, bestehende Geschäftsverbindungen zu sichern oder zu verbessern. Eine individuelle Arbeitsleistung für das Reisebüro (Arbeitgeber) sollte nicht entlohnt werden.

Hinweis:
Der Bundesfinanzhof hatte bereits in einem früheren Urteil entschieden, dass Arbeitslohn nicht vorliegt, wenn Beschäftigte eines Krankenhauses Apothekenartikel aufgrund eines Mitarbeiter-Vorteilsprogramms mit erheblichen Preisnachlässen von einer Apotheke beziehen.