Fachbeiträge

Firmenwagen: Steuer auf den privaten Nutzungsanteil mindern

Der durch die private Mitnutzung von Dienstfahrzeugen entstehende lohnsteuerliche Sachbezug ist um die vom Arbeitnehmer gezahlten Nutzungsentgelte zu mindern.

Eigene, vom Mitarbeiter getragene Kosten, führen bei Anwendung der Fahrtenbuchmethode zu einem steuerlich zutreffenden geringeren Ergebnis des abgabepflichtigen Sachbezuges.
Hingegen wurde bei Anwendung der 1 %-Regelung (monatlich vom Bruttolistenpreis) der geldwerte Vorteil nur gemindert, wenn der Mitarbeiter eine fest vertraglich vereinbarte Monats- oder Kilometerpauschale leistete.
Nunmehr lässt der Bundesfinanzhof (Az. VI R 2/15) auch den Abzug einzelner Kosten, wie insbesondere Treibstoffkosten, sachbezugsmindernd zu. 

Hinweis:
Das Problem dürfte in der Nachweispflicht bestehen u.a., dass es sich tatsächlich um Treibstoffkosten des Dienstfahrzeuges handelte.  Hier gilt es prophylaktisch tätig zu werden insbesondere, wenn (vorteilhaft) die Anrechnung im Lohnsteuerabzugsverfahren erfolgt und dabei ein Haftungsrisiko für den  Arbeitgeber verhindert werden soll.
gh