Fachbeiträge

Doppelte Haushaltsführung, Kostenobergrenze

Kosten wegen einer doppelten Haushaltsführung können bei beruflichen Gründen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben berücksichtigt werden.

Die Unterbringungskosten sind dabei auf EUR 1.000 pro Monat begrenzt. Hierzu rechnen bei gemieteten Wohnungen neben der Miete auch Strom, Heizung sowie weitere Betriebskosten; bei Wohnungseigentum statt Miete die Abschreibung und evtl. Schuldzinsen.
Nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf (Az. 13 K 1216/16 E) fallen Aufwendungen für die Wohnungseinrichtung nicht unter die Kostendeckelung. Sie sind somit zusätzlich abzugsfähig auch, wenn die Obergrenze von EUR 1.000 durch sie überschritten wird.

Hinweis:
Dieser Auffassung folgen die Finanzämter gegenwärtig nicht. Das Gericht hat wegen grundsätzlicher Bedeutung die Revision zum BFH zugelassen.
gh