Fachbeiträge

Veranstaltungen für Geschäftspartner und Arbeitnehmer hier: die Versteuerung auf der Empfängerseite

Veranstaltungen für Geschäftspartner bzw. Arbeitnehmer können bei diesen zu einer Steuerpflicht führen. Hinweise hierzu gibt die Oberfinanzdirektion Nordrhein-Westfalen in ihrer Kurzinformation vom 07.09.2017.

Abgegrenzt werden zunächst betrieblich/betriebsfunktionale veranlasste Veranstaltungen von Incentive-Tagesveranstaltungen bzw. Incentive-Reisen.

Zu ersteren werden solche gerechnet, deren Teilnahme nicht allein dem privaten Vergnügen (so OFD) dienen, sondern denen aus rein betrieblichen Gründen `gefolgt´ wird. Hierzu rechnet die OFD fachliche Besprechungen, Produktpräsentationen (!) oder Fortbildungen. Aufwendungen, wie die Zurverfügungstellung der Räume, Unterlagen, Referenten und ggfs. auch übernommene Reise- und Übernachtungskosten müssen nicht als geldwerte Vorteile durch die Teilnehmer versteuert werden; somit kommt auch eine Steuerübernahme durch den Veranstalter nach § 37b EStG (30%) nicht in Betracht.

Demgegenüber dienen Incentive-Veranstaltungen oder Reisen dem privaten Vergnügen und führen bei den Teilnehmern grundsätzlich zu Betriebseinnahmen bzw. Arbeitslohn.

Ausgenommen hiervon ist die Bewirtung bei einer Tagesveranstaltung. Vorteile aus einer Bewirtung sind schon bisher "aus Vereinfachungsgründen" beim bewirteten Geschäftspartner nicht als Betriebseinnahmen zu erfassen (R 4.7 Abs. 3 Einkommensteuerrichtlinien).

Steuerpflichtig wird der Vorteile aus der Bewirtung hingegen bei Incentive-Reisen. Sie ist bei mindestens einer Übernachtung gegeben.

Die Oberfinanzdirektion gibt auch zu gemischt veranlassten Veranstaltungen mit einem konkreten Beispiel Hinweise. Die Aufteilung der Aufwendungen soll grundsätzlich zeitanteilig erfolgen.
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Öffnen Sie gerne hierzu ein Beispiel.