Fachbeiträge

Verluste aus Spekulationsgeschäften vor dem 01.01.2009

Sie können nur noch bis Ende des Jahres mit Einkünften aus Wertpapierveräußerungen ausgeglichen werden (§20 Abs. 2 EStG).

Nach dem 31.12.2013 ist ein Ausgleich nur eingeschränkt möglich, z.B. bei der Veräußerung privat vermieteter Immobilien, die innerhalb der 10-Jahresfrist angeschafft und veräußert werden (sogenannte Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften).

Anmerkungen:

Es liegt nahe, nach dem 31.12.2008 angeschaffte wertgesteigerte Papiere noch in diesem Jahr zu veräußern, um einen Ausgleich vornehmen zu können. Dem steht es nicht entgegen, veräußerte Papiere anschließend dem Depot wieder zuzuführen.

Zu berücksichtigen ist aber, dass neuerliche Verluste, die sich in einem Verlusttopf der depotführenden Bank befinden können, vorrangig verrechnet werden müssen. Dann wären die zur Veräußerung anstehenden Wertpapiere zunächst in das Depot einer anderen Bank zu legen, bei der ein Verlusttopf nicht besteht.

Festverzinsliche Wertpapiere könnten noch vor ihrem nächsten Coupontermin in diesem Jahre veräußert werden, da die aufgelaufenen Stückzinsen den Veräußerungserlös erhöhen.

Die steuerliche Gestaltungspraxis versucht durch Switchmodelle laufende Kapitaleinkünfte in Veräußerungsgewinne oder vom Ausgleichsverfall bedrohte Spekulationsverluste in zeitlich unbegrenzt vortragsfähige zu wandeln.