Fachbeiträge

Abgrenzung Arbeitszimmer zu Notfallbehandlungsraum

Kosten für einen im häuslichen Umfeld vorhandenen Notfallbehandlungsraum unterliegen auch dann keinen Abzugsbeschränkungen, (§4 Abs. 5 Nr. 6b EStG) wenn sein Zugang den Privatbereich berührt.

Der Bundesfinanzhof hat mit Urteil vom 29.01.2020 die Entscheidung der Vorinstanz (FG Münster vom 14.07.2017) bestätigt. 


Kosten für eine im selbst genutzten Wohnhaus eingerichtete Notfallpraxis, die mit medizinisch unbedingt notwendigen Einrichtungsgegenständen ausgestattet ist, rechnen in vollem Umfange zu den Betriebsausgaben. Optimal ist ein eigener Eingangsbereich, der keine Verbindung zu den privaten Räumlichkeiten aufweist.

Im Urteilsfall verfügte das Wohnhaus nur über einen Hauseingang im Erdgeschoss. Der BFH hat entschieden, dass allein der Umstand, dass Patienten den Notfallbehandlungsraum nur über einen dem Privatbereich zuzuordnenden Flur erreichen konnten, zu keiner Beschränkung des Betriebsausgabenabzugs führt.

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